Großes Landschaftskino prägt den Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, in dem unser Haus liegt. Über 200 Geotope sind Grund dafür, dass sich die Region zwischen Kaufunger Wald, Hohem Meißner und Werratal so abwechslungsreich zeigt: dichte Mischwälder, Muschelkalkböden, Karstgebiete, die Streuobstwiesen im Kirschenland und die fruchtbaren Flussauen schaffen ein Zuhause für viele, andernorts selten gewordene Pflanzen und Tiere. Nicht umsonst gehören weite Teile des Geo-Naturparks zu einem von bundesweit nur 30 Hotspots der biologischen Artenvielfalt.
Namensgebend für den Geo-Naturpark ist Frau Holle. Der weltbekannten Märchenfigur liegt ein alter Volksglaube an eine Erdengöttin zugrunde. In der Zeit der Christianisierung erwuchs daraus eine Mythen- und Sagenwelt, die vor allem auf den Hohen Meißner, dem höchsten Berg der GrimmHeimat NordHessen, verortet und in den „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm beschrieben ist. So liegt das Reich von Frau Holle am Grunde des Frau-Holle-Teichs. Nur Sonntagskinder können hier mit etwas Glück die Glöckchen ihres Silberschlosses hören. Begegnungen mit Frau Holle lassen sich aber auch planen: Bei Veranstaltungen wie der Märchenwoche in Bad Sooden-Allendorf, Wanderungen und Vorträgen. Ihrem Facettenreichtum begegnet man nicht nur an den authentischen Sagenorten, sondern auch in moderner künstlerischer Auseinandersetzung am Wegesrand.
27 vom Deutschen Wanderinstitut qualitätsgeprüfte Premiumwege führen als Tages- und Halbtagestouren zu den geologischen, natürlichen und kulturellen Besonderheiten des Geo-Naturparks: zu den Sagenorten von Frau Holle, alter Bergbaugeschichte und zum Nationalen Naturmonument Grünes Band Hessen, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zu wertvollen Naturschutzgebieten mit seltenen Orchideen, lichten Kalkbuchenwäldern oder in die Heimat von Wildkatze und Rotmilan. Der 133 km lange Werra-Burgen-Steig Hessen verläuft von Burg zu Burg an den Hängen des Werratals von Hann. Münden bis nach Nentershausen, wo Wilhelm Grimm einst seine Frau kennenlernte.
Der etwa 300 km lange, beliebte Werratal-Radweg, aber auch der fast 10.000 km lange paneuropäische Iron Curtain Trail begleiten den Fluss wechseln immer wieder zwischen Thüringen und Hessen. Im Kirschenland um Witzenhausen führen Wander-, Spazier-, Rad- und Erlebniswege zu Kirschplantagen und Streuobstwiesen.
Kleine Fachwerkstädte reihen sich nicht nur am Werraufer auf wie Perlen. In der alten Salzsiederstadt Bad Sooden-Allendorf genießen Gäste Gesundheitsurlaub in der WerratalTherme und rund um das große Gradierwerk. Beliebte Familienausflugsziele sind der Barfußpfad auf dem Hohen Meißner, der Bergwildpark Meißner oder auch der Kletterwald mit Blick über den Werratalsee in Eschwege.
Der Geo-Naturpark blüht in den schönsten Farben, wenn Frau Holle die Flure segnet: Die Kirschblüte im April hüllt das Werratal in strahlendes Weiß, die Orchideenblüte wechselt nahtlos in die von Frühsommer bis in den Spätherbst sommerbunten Frau Holles Blumenwiesen. Ende Juni/Anfang Juli lockt die pinkfarbene Schlafmohnblüte nach Germerode und Grandenborn. Im Herbst leuchten die Wälder in schönsten Gelb- und Rottönen. Und im Winter bedeckt Frau Holle ihren Hausberg mit Schnee und bereitet Wintersportvergnügen. Das ganze Jahr über ist der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land ein vielseitiges Reiseziel –, gut erreichbar in Deutschlands Mitte.
Weiterführende Links:
www.naturparkfrauholle.land
www.naturparkfrauholle.land/tourismus
www.alles-holle.de