Bis zum 15. Jahrhundert soll sich in einem Waldtal am Hungershäuser Bach, 1300 Schritte von Kleinalmerode entfernt, die Wüstung Hungershausen befunden haben. Wüstungen sind aufgegebene Siedlungen, an die nur noch Flurnamen oder Urkunden und manchmal noch Reste von Gebäuden erinnern. Die Dorfstelle Hungershausen wurde oftmals von „Bösen Buben“ und Straßenräubern heimgesucht und beschädigt. Aufgrund von Hoheitsstreitigkeiten und „verheerender Fehden“ im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Ort endgültig zerstört und aufgegeben. Seine Bewohner, darunter die Brüder Herrmann und Johannes von Hungershausen, siedelten sich im benachbarten Dorf Kleinalmerode an und bildeten bis zum 19. Jahrhundert einen unter hannoverscher Aufsicht stehenden Bezirk des Zisterzienserinnenklosters Mariengarten. Die Ländereien der aufgegebenen Wüstung Hungershausen wurden weiterhin von den nunmehr in Kleinalmerode lebenden „Hungershäusern“ bewirtschaftet. Angelegte und mit Steinen befestigte Weinterrassen im heute bewaldeten Berg sind noch dort zu finden.