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Unser Naturparkplan ist veröffentlicht



Das Titelbild des Naturparkplans (Copyright: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land) zeigt zwei junge Menschen die auf dem Wolfstisch in der Hessischen Schweiz sitzend die Aussicht genießen. Foto-Copyright: schellenberger

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land hat seinen Naturparkplan veröffentlicht. Dieser Masterplan wird Richtschnur für die seine Weiterentwicklung in den nächsten zehn Jahren sein. Im Zuge der Erstellung haben die Mitarbeitenden auf Basis der bisherigen Arbeit Leitprojekte für die vier Aufgabengebiete entwickelt, in denen die deutschen Naturparke wirken: Naturschutz & Landschaftspflege, Umweltbildung, Tourismus & Naherholung sowie Regionalentwicklung. Auch der Betrachtung der Organisations- und Finanzierungsstrukturen wurde jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. „Zahlreiche Akteure aus den Kommunen, Partner aus Naturschutz und Tourismus sowie Fördermittelgeber waren in der Entwurfsphase eingeladen, ihre Wünsche, Einschätzungen und Rückmeldungen einzubringen“, erläutert Dr. Rainer Wallmann, Vorstandsvorsitzender des Zweckverbands Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land hat sich in den letzten Jahren inhaltlich breit aufgestellt und kann Projekte von der Planung bis zur Umsetzung aus einer Hand anbieten. Durch die Integration der kreiseigenen Tourismusmarketinggesellschaft und die Übernahme der Aufgaben eines Landschaftspflegeverbands wurden Kompetenzen im Team gebündelt und Doppelstrukturen vermieden. Neben der Förderung durch die Landkreise, hier vor allem des Werra-Meißner-Kreises, sowie des Landes und gelegentliche Spenden, finanziert sich der Naturpark in einem hohen Maße durch selbst akquirierte Projektmittel und Erlöse aus Naturschutz- und Infrastrukturmaßnahmen.

Das Team kann bereits auf viele, gemeinsam mit den Partnern der Region geschaffene Erfolge schauen: Exemplarisch seien Premiumwanderwege und Radrundtouren, Mohn-, Kirsch- und Orchideenblüte, das Naturschongebiet am Werratalsee, Beweidungskonzepte für wertvolle Graslandschaften, das zu den Kindergärten und Schulen fahrende Naturpark-Mobil und der Regionalshop Holles Schaf genannt.

„Die 13 Naturparke in Hessen sind hinsichtlich ihrer Trägerschaft und finanziellen Ausstattung unterschiedlich aufgestellt und daher sehr verschieden leistungsfähig“, beschreibt Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, die aktuelle Situation. Das Land Hessen habe auf die Kritik der Naturparke reagiert und arbeite mit Hochdruck an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen. Grundvoraussetzung hierfür sei jedoch ein Naturparkplan, der den Weg zur Zielerfüllung konkret beschreibt. „Wir haben in dem rund einjährigen Prozess Analysen und Ziele zusammengetragen, gegenseitig kritisches Feedback gegeben und Anregungen von außen aufgenommen. Im Naturparkplan haben wir dann unsere Visionen wie auch ganz konkrete Pläne zu Papier gebracht. Dabei wurde uns sehr deutlich, dass die Weiterentwicklung einiger Schwerpunktthemen, wie z.B. der Umweltbildung für Kinder und Erwachsene, von einer auskömmlichen und verlässlichen Finanzierung abhängt, die wir auch in unserem Geo-Naturpark momentan nicht gewährleistet sehen.“ Auch wenn der Weg zum Ziel nun beschrieben sei: Die Coronakrise habe jedoch deutlich vor Augen geführt, dass Pläne auch flexibel angepasst werden müssen, wenn sich Rahmenbedingungen verändern. Diese Flexibilität soll gewahrt bleiben. Entsprechenden Spielraum, anstehende Herausforderungen anzunehmen, erhofft man sich zukünftig aus einem angemessenen Mix aus Basisfinanzierung und Fördermittelakquise.

Download: www.naturparkfrauholle.land/naturparkplan

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