November: Silberreiher am Werratalsee



Aktuell stehen 31 Silberreiher im Naturschongebiet am Werratalsee. Die Silberreiher halten sich, vergesellschaftet mit bis zu 10 Graureihern, vor allem in der Flachwasserzone vor dem großen Schilfgebiet auf. Dies ist mit weitem Abstand die größte Zahl an Silberreihern, die in der letzten Woche aus ganz Hessen (!) auf www.ornitho.de gemeldet wurde. Das unterstreicht die Bedeutung des Werratalsees als Rast- und Überwinterungsgewässer für ans Wasser gebundene Vogelarten.

2019 gab es außerdem im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Zunahme der Eisvogelbeobachtungen im Naturschongebiet und am Werratalsee insgesamt. Dies mag auch Folge mehrere, sehr milder Winter sein, ist aber auch Ausdruck einer stabilen, artenreichen und reproduktiven Fischfauna, da den Eisvögeln Jungfische in ausreichender Zahl als Beute zur Verfügung stehen. Naturnahe Uferzonen mit Flachwasserbereichen und ausgedehnten, weit in das Wasser hineinreichenden Schilfbänken sind eine ideales Laichgebiet vieler Fischarten und verbessern gleichzeitig die Wasserqualität. Der Schutz und die Förderung des Schilfgürtels am gesamten Werratalsee und besonders im Naturschongebiet (größter Phragmites-Bestand im gesamten Kreis!) liegt damit im elementaren Interesse aller, die an einer Verbesserung der Wasserqualität am Werratalsee interessiert sind.

Derzeit rasten auch sehr viele Haubentaucher auf dem See. Der Werratalsee braucht damit den Vergleich mit anderen Hotspots für rastende und überwinternde Wasservögel in Hessen nicht zu scheuen!

Wir danken Dr. Jörg Brauneis für diese Nachricht.


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